Marathon des Sables Podcast

Der Sandmann. Mohamad Ahansal

Mohamad Ahansal Google-Ergebnisse

Letzte Woche hatte ich die besondere Ehre, mit einem der besten Wüstenläufer aller Zeiten zu sprechen: Mohamad Ahansal. Der 44-jährige Marokkaner ist fünffacher Sieger des Marathon des Sables und richtet u.a. den Trans Atlas Marathon aus.

„Wüste bringt ganz viel Ruhe. Sie ist Yoga für den Menschen.“
Mohamad Ahansal

In einem ersten Artikel habe ich einen Teil des Interviews bereits veröffentlicht. Den Rest könnt ihr euch in dieser Folge meines Podcasts anhören. Ich freue mich über Kommentare – und ich hoffe natürlich, dass ihr meinen Podcast weiter empfehlt. Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Erfüllung eines Traums: Der Trans Atlas Marathon

Ich bin tief beeindruckt von der Natürlichkeit, Ruhe, Bescheidenheit und Freundlichkeit des Marokkaners – ihr werdet nach dem Gespräch wissen, was ich damit meine. Ganz besonders aber gefällt mir Mohamads Engagement für seine Heimat und seine Kultur. Er hat eine Schule gegründet und organisiert den Trans Atlas Marathon, der mit einem besonderen Konzept den Teilnehmern Land und Leute näher bringen soll – bei mir ist das gelungen: Ich kann es kaum erwarten, mehr über diesen Lauf zu erfahren und vielleicht selbst irgendwann einmal dort zu starten.

„I always tell children: school, school, school–first the pen and then the running shoes.“
Mohamad Ahansal (Quelle: irunfar.com)

Stationen im Leben von Mohamad Ahansal

Mohamad wuchs in Marokko in einer Familie von Wüsten-Nomaden auf. Sein Vater starb früh, im Alter von zwei Jahren. Nach seinem Tod entschied sich seine Mutter, in ein Dorf nahe der Stadt Zagora zu ziehen, um ihren Kindern eine Ausbildung in einer der dortigen Schulen zu ermöglichen.

Im Alter von 17 Jahren nahm er erstmals an einem Rennen teil – barfuß. Nachdem sein Bruder Lahcen 1991 ohne offizielle Startnummer erstmals am Marathon des Sables teilnahm, dabei entdeckt und aus dem Rennen genommen wurde, halfen Sponsoren dabei, den Brüdern offizielle Starts zu ermöglichen. Seitdem gewannen Lahcen und Mohamad 15 Mal diese legendäre Mutter aller Wüstenläufe.

Mohamad nahm bisher insgesamt 19 Mal teil und will es auch in Zukunft tun – allerdings nicht mehr, um dort zu gewinnen, sondern um jungen Läufern mit seiner Erfahrung zu helfen.

Gewinnen tut er trotzdem noch, zum Beispiel beim Silk Road Ultramarathon im Iran im letzten Jahr – hier dazu ein Bericht des deutschen Wüstenläufers Rafael Fuchsgruber, der ebenfalls teilnahm. 2016 nahm Ahansal zudem am Badwater 135 teil („The World’s Toughest Foot-Race“), musste dieses Rennen aber verletzungsbedingt aufgeben.

Neben diverser Lauforganisationen hält er auch Vorträge und organisiert mit seinem Bruder Trekking-Touren durch Marokko. Außerdem bietet er Trainings-Camps in der Sahara an – ich wüsste nicht, bei wem ich lieber trainieren würde…

Links zu Mohamad Ahansal

über

(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Seit 2013 laufe ich nun Marathon. Zeit, etwas Neues zu probieren: Nachdem ich 2016 meinen ersten 100-km-Lauf absolviert habe, ist für April 2018 der Lauf meines Lebens geplant: die Teilnahme am Etappenlauf Marathon des Sables. In diesem Blog berichte ich über meine Vorbereitung auf diese Mutter aller Wüstenläufe.

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