Marathon des Sables in Marokko
Marathon des Sables

Hitze, Sand, Berge und Steine – das erwartet die Läufer beim Marathon des Sables

Am 9. April startet der 32. Marathon des Sables in Marokko – und die 1200 Teilnehmer erwarten 250 Kilometer Sand, Berge und Steine, die sie ​​zu Fuß bei Temperaturen von 25 bis 45 Grad bewältigen müssen.

Der legendäre Wüstenlauf findet in der marokkanischen Region Ouarzazate statt, die auch bekannt ist als die „Tür zur Wüste“. Joko, seit 30 Jahren beim Marathon des Sables in der Organisation aktiv, liebt es, über die Route zu sprechen:

„Sie ist etwa ein Drittel Sand in Gestalt von ‚Ergs‘, großen Dünenfeldern. Der Rest besteht aus Djebels (Berge) und Regs (Steinfelder). Wenn wir die Strecke wählen, stellen wir sicher, dass die Läufer auf jeder Etappe ausreichend Abwechslung haben und sie nicht zu viele Kilometer Sand oder Steine ​​hintereinander laufen müssen.“

Eine Etappe reicht von 30 km bis 90 km. Je nach Distanz und Niveau des Läufers bedeutet das eine Laufzeit von zwei bis 30 Stunden.

Auch den aktuellen Trend für Bergereignisse wie Trails und Ultra-Trails spürt man beim Marathon des Sables:

„Mittlerweile gibt es einige Djebels – Läufer wollen das. Insgesamt bewegt man sich auf einer Höhe zwischen 500 und 1200 Metern.“
Joko

In diesem Labyrinth aus Dünen, steinigen Hochebenen, Bergen und ausgetrockneten Flüssen ist es ein Leichtes, sich zu verlaufen. Aus diesem Grund wird die Strecke sorgfältig markiert und jeder Teilnehmer erhält ein detailliertes Roadbook. Zudem werden die Läufer mit einem GPS-Messenger ausgestattet, so dass das Organisationscenter des Rennens jedem folgen kann.

45 Grad in Marokko – im Schatten

Keine Überraschungen gibt’s in Sachen Klima: Sonne, Hitze und ein leichter Wind – alles kann in der Wüste erwartet werden. Am späten Vormittag beträgt die Temperatur (im Schatten) in der Regel etwa dreißig Grad. An einigen Tagen kann sie jedoch auch auf 45 Grad ansteigen – mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Sonnenbrand, Hitzschlag oder sogar Hyperthermie (also eine Überwärmung des Körpers) und Dehydratation.

Die Teilnehmer müssen daher eine strenge Routine einhalten, regelmäßig in kleinen Schlücken trinken und Salztabletten nehmen, um den Verlust von Mineralien zu kompensieren. Bei sehr heißen Temperaturen sind sie angehalten, das Tempo zu reduzieren und sich zu bedecken, manchmal sogar lange Hosen und langärmelige Shirts anzuziehen.

Der Wind weht oft während des Rennens, was zugleich erfrischend sein kann, aber auch irreführend. Dadurch kann die Austrocknung des Körpers beschleunigt werden (indem der Schweiß auf der Haut trocknet). Wird der Wind stärker, kann er das Vorankommen drastisch behindern: er trägt Sandkörner und die Sicht kann drastisch abnehmen. In diesem Fall sind die Teilnehmer dazu angehalten, sich mit dem Rücken zum Wind zu setzen und zu warten.

Hitze, Sand und Distanz sind einige der Schwierigkeiten, die auch François Laratta erwarten, der am 32. Marathon des Sables mit seiner Frau Agnès und ihrer Tochter Alice teilnimmt:

„Was fürchten wir am meisten? Für mich, nach dreimaliger Teilnahme, sind es die Blasen. Für die Frauen, die zum ersten Mal teilnehmen werden, ist es die Hitze.“
François Laratta

Wichtige Fakten zum 32. Marathon des Sables

über

(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Seit 2013 laufe ich nun Marathon. Zeit, etwas Neues zu probieren: Nachdem ich 2016 meinen ersten 100-km-Lauf absolviert habe, ist für April 2018 der Lauf meines Lebens geplant: die Teilnahme am Etappenlauf Marathon des Sables. In diesem Blog berichte ich über meine Vorbereitung auf diese Mutter aller Wüstenläufe.

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