Marathon des Sables - Motivation in der Wüste
Marathon des Sables

Flitterwochen in der Wüste – darum starten Menschen beim Marathon des Sables

Warum eigentlich werden ab dem 9. April mehr als 1200 Menschen gehend oder laufend die marokkanische Wüste durchqueren?

Klar: Da sind die Herausforderung und das Abenteuer. Und dann gibt es da noch die Lust daran, von der Natur umgeben zu sein, Zeit für sich selbst zu haben oder für andere zu finden.

Die Veranstalter des Marathon des Sables, an dem ich in 2018 teilnehmen werde, haben wieder eine Pressemitteilung herausgegeben, mit der sie so langsam auf die diesjährige Ausgabe des legendären Wüstenlaufs einstimmen. Ich habe die Meldung übersetzt.

Die Herausforderung des Lebens

„Ich danke den Menschen, die mir sagten, der Marathon des Sables sei nichts für mich – ich bin jetzt dabei, um ihnen zu beweisen, dass sie falsch liegen!“

Das sagt Ngar Ting Denise Ying aus Großbritannien. Damit drückt sie perfekt aus die Herausforderung aus, die solch ein wesentlicher Bestandteil des Marathon des Sables ist: alle Teilnehmer wollen ihre Körper und ihren Geist testen und ihre Grenzen erweitern. „Mich selbst immer weiter voran zu treiben ist wie eine Religion für mich“, gibt Christian Delobelle aus Frankreich zu, ohne mit der Wimper zu zucken.

Ein Abenteuer

Eine Woche in der Wüste zu leben, in einem Zelt zu schlafen ohne jeglichen Komfort, 250 Kilometer zu gehen oder zu laufen und dabei die gesamte Ausrüstung und die gesamte Verpflegung selbst tragen zu müssen… – das ist ein wirkliches Abenteuer! „Wir alle werden ein unvergessliches Erlebnis haben, an dem wir wachsen werden“, sagt Miguel Angel Cayuela Gomez aus Spanien.

Angesichts der Herausforderungen des Marathon des Sables fühlt man sich klein. Für den Mut, ein Event wie dieses zu bewältigen, braucht man eine Motivation, mit der man Berge bewegen kann! „In 2011 wog ich bei 1,60 Meter Körpergröße 105 Kilogramm. Dann habe ich wieder mit Sport begonnen, um etwas Würde zurück zu erlangen. Ich wollte beim Marathon des Sables mitmachen – und habe 42 Kilo in sechs Monaten abgenommen.“ Bruno Coletta aus Frankreich ist keine Ausnahme: Der MdS kann wie ein Katalysator wirken, um gegen etwas aufzubegehren, das einen zurückhält.

Und überall die Natur

Der Marathon des Sables ist nicht nur eine sportliche Herausforderung. Er stellt auch einen unvergleichlichen Weg dar, sich von unberührter Natur zu umgeben. Das Ziel von Philippe Genevaux aus Frankreich ist es, „neue Gegenden zu entdecken, durch die Natur zu laufen und zu gehen und von ihrer Schönheit begeistert zu sein“.

Zeit für einen selbst

„Der MDS ist eine Pause vom normalen Leben, ein Weg, den Reset-Button zu drücken.“

Thierry Passicot aus Frankreich ist einer von vielen Büro-Angestellten, die zum MDS kommen, um ihre Batterien aufzuladen und eine Woche fern jeglicher Routine zu erleben – ohne die Zwänge jeglicher beruflichen Aktivitäten. Der Marathon des Sables kann auch eine Gelegenheit sein, wertvolle Zeit gemeinsam zu verbringen, so wie bei den japanischen Teilnehmern Fukiko and Hiroki Nakata: „Es sind unsere Flitterwochen, wir werden es unser ganzes Leben lang daran erinnern.“

Motivation: Laufen für andere

Unzählige Läufer nutzen ihre Teilnahme am Marathon des Sables, um für einen persönlichen Grund oder guten Zweck zu laufen. Joelle Thils aus Belgien will ihren „Sieg über den Krebs feiern und anderen Hoffnung im Kampf gegen diese Krankheit“ machen. Das gilt ebenso für Caitlin Davis aus Großbritannien, deren Ziel es ist, „Frauen zu motivieren, Sport zu machen, besonders solche Rennen wie den MdS, der vermeintlich nur Topläufern offen steht“.

über

(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Seit 2013 laufe ich nun Marathon. Zeit, etwas Neues zu probieren: Nachdem ich 2016 meinen ersten 100-km-Lauf absolviert habe, ist für April 2018 der Lauf meines Lebens geplant: die Teilnahme am Etappenlauf Marathon des Sables. In diesem Blog berichte ich über meine Vorbereitung auf diese Mutter aller Wüstenläufe.

  1. Hallo Jens,

    mir fallen da spontan noch zwei weitere Punkte ein. Einerseits das schöne Wetter. O.k., nicht jeder findet 40 Grad schön aber immerhin regnet es sehr selten ;-). Außerdem die Gemeinschaft im Zelt und in der gesamten Gruppe der Läufer machen den lauf zu etwas besonderem.

    Gruß
    Thomas

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