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Laufkalender: Meine Saisonplanung für das Jahr 2017

Jens Nähler beim Kassel Marathon 2017. Foto: Bernd Schoelzchen

Als ich meine Rennen für 2017 geplant und gebucht habe, wusste ich noch nicht, dass mir meine Planung für 2018 einen kleinen Strich durch die Rechnung machen würde. Aber von vorn…

Es ist bei vielen Läufern so: Die alte Saison ist noch nicht vorbei, da wird schon fleißig daran gedacht, wo im nächsten Jahr so alles gestartet werden könnte. Es gibt Läufe, die man kennt und nicht verpassen will. Läufe, mit denen man noch eine Rechnung offen hat. Läufe, auf die man neugierig ist.

Und dann gibt es da noch verschiedene Typen von Läufern. Solche, die Rennen ambitioniert angehen und auf neue Bestzeiten und gute Platzierungen hoffen. Und solche, die das Ganze eher erlebnisorientiert angehen. Ich zähle zum ersten Typ. Und als solcher sollte man darauf achten, sich seine Pausen zu gönnen und in bestimmten Zyklen zu trainieren. Soweit die Theorie. Am Ende kommt es eh alles anders, als man denkt.

Sehen wir doch zuerst einmal auf die Läufe, für die ich bereits angemeldet bin.

Begonnen habe ich meine Planung direkt nach der Teilnahme am Taubertal 100 – einem großartigen und hervorragend organisierten Ultra-Event über vier Distanzen, das ich nur jedem ans Herz legen kann, der mal über die Marathon-Distanz hinaus testen möchte. Es ist der Lauf, bei dem ich Feuer gefangen habe. Und den ich mir als erstes für 2017 vorgenommen habe.

Dann kam der Frankfurt Marathon, bei dem ich mit 2:54:11 Stunden meine Bestzeit um fast 5 Minuten verbessern konnte. Auch da habe ich Feuer gefangen – und mich gleich an der Startplatz-Verlosung für Berlin beteiligt. Ein extrem schneller Kurs, den ich vor zwei Jahren als Vorbereitungsrennen entspannt als Pacemaker für einen Freund lief – und den ich seitdem unbedingt auch mal schnell angehen wollte. Es kam, wie es kommen musste: Ich bin dabei. Und will die 2:50 Stunden knacken.

Und dann ist da natürlich noch der Kassel Marathon. Hier lief ich das erste Mal überhaupt über diese Distanz, blieb das erste Mal unter drei Stunden und – nicht zu vergessen – der Chef ist mein Trainer… Seit letztem Jahr findet der Kassel Marathon nicht mehr in der ersten Saisonhälfte statt, sondern im September. Nur nicht in 2017. Weil da documenta ist in Kassel. Und der Marathon deswegen auf den 1. Oktober verlegt wird.

Problem erkannt?

Da stehen also in der zweiten Saisonhälfte zwei Marathon und ein 100km-Lauf an drei aufeinander folgenden Wochenenden auf dem Plan. Suboptimal. Bedeutet: Schwerpunkte setzen…

Maßnahme 1: In Kassel werde ich nicht die volle Distanz laufen, sondern lediglich eine Staffel – und danach im Stadion filmen und Interviews für die HNA machen.

Maßnahme 2 könnte sein, evt. sogar ganz auf den Taubertal zu verzichten, obwohl ich dort unbedingt im zweiten Versuch unter neun Stunden bleiben wollte. Das werde ich etwas abhängig machen von meiner körperlichen Verfassung zum Saisonende und dem Ergebnis in meinem eigentlichen Saisonhöhepunkt des Jahres, den 100-Meilen-Berlin im August.

Und davon, ich erwähnte es eingangs, wie weit ich mit meinen Planungen für 2018 bin. Denn da steht etwas an, das mir wichtiger ist als alle Läufe, die ich in diesem Jahr machen werde: die Teilnahme am Marathon des Sables.

Wie ist es mit den Läufen vor dieser Saisonphase?

Laufen unter Tage im Februar wird ein Erlebnislauf, die 6-Stunden in Münster ein Versuch, 75 km zu schaffen, die Halbmarathon-DM in Hannover ein tolles Event mit der Mannschaft und der Bilstein-Ultra was Schönes für die Grundlage.

Sechs Wochen vor den 100-Meilen in Berlin steht mein erster 24-Stunden-Lauf an. Da weiß ich noch nicht genau, wie ich den angehe: Es würde mich reizen, hier für einen guten Zweck ambitioniert zu laufen, bedeutet: so um die 210 km. Ist aber wahrscheinlich für die 100-Meilen nicht wirklich sinnvoll. Jemand eine Meinung dazu? Immer her damit in den Kommentaren. Schön, dass ihr hier seid!

Foto: Bernd Schoelzchen, aufgenommen beim Kassel Marathon 2016.

über

(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan, seitdem laufe ich auch. 2013 war der erste Marathon an der Reihe, 2016 der erste 100-km-Lauf, 2017 waren die 100 Meilen dran. Eigentlich sollte es danach in die Wüste zum MdS gehen - aber das musste ich schieben. Ebenso wie den Spartathlon 2019. Aber auch, wenn ich derzeit nicht laufe: Im Herzen bin ich auf der Strecke dabei.

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